Cabrioverdecke: Varianten und Verarbeitung

Der Begriff „Cabriolet“ stammt aus dem Französischen und bedeutet übersetzt "Capriolen bzw. Luftsprünge machen". Welch passende Bedeutung: Denn was gibt es Schöneres, als im Sommer „offen“ zu fahren? Cabrio fahren steht für grenzenlose Freiheit und Sonne pur. 

Soft tops und Hard tops

Bei den Cabrio-Verdecken gibt es verschiedene Varianten. Man unterscheidet in erster Linie zwischen sogenannten Soft tops und Hard tops. 

A&E Gütermann Nähfäden für Soft top CabrioverdeckeDas Soft top ist ein Verdeck aus einem flexiblen, weichen Material. Während die Verdecke einst aus PVC-Material als Oberschicht und einer Unterschicht aus Trägergewebe waren, werden diese heute überwiegend aus Verbundtextilien hergestellt. Der Klassiker ist ein dreilagiges Material, das oben und unten aus einem Gewebe und in der Mitte aus einer Zwischengummierung besteht, die den Stoff wasserdicht macht. Man spricht häufig auch von einem Stoffverdeck. Die obere und somit äußere Schicht besteht meist aus einem köperbindigen Stoff aus Polyacryl und die innere Schicht besteht in der Regel aus einem Polyestergewebe. Demnach ist es von hoher Bedeutung, die richtigen Nähfäden sowie Verdeckstoffe für die Verarbeitung von Cabrioverdecken zu verwenden.

A&E Gütermann Nähfäden für Hardtop CabrioverdeckeUnter einem Hard top ist ein festes, jedoch abnehmbares Dach zu verstehen. Diese Klappkonstruktion besteht in der Regel aus Stahl, Aluminium oder glasfaserverstärktem Kunststoff und dient bei Cabrios überwiegend als abnehmbares Zusatzdach. Es kann bei Bedarf, z. B. im Winter, auf das Fahrzeug montiert und bei Nichtgebrauch gelagert werden kann. Außerdem gibt es auch kofferraumversenkbare Hard tops. 

Der Anspruch an eine hohe Lebensdauer des Verdeckstoffes ist immens. Denn ist das Verdeck geschlossen, ist es allen Wettern ausgesetzt. In Bezug auf Lichtechtheit bzw. UV-Beständigkeit, Witterungsbeständigkeit sowie Formstabilität muss der Verdeckstoff eine hohe Performance bieten. Aber auch durch das Zusammenfalten sowie im eingeklappten Zustand darf er keinen Schaden nehmen. Eine hohe Stabilität gegen mechanische Beanspruchung sowie eine hohe Reib- und Scheuerfestigkeit sind demzufolge ebenso gefragt.

Jedoch nützt der beste Stoff nichts, wenn die Verarbeitung nicht ebenso hochwertig ist. Insbesondere müssen die Nähte spezifischen Einflüssen standhalten: Sind die Nähte nicht geschweißt, sondern herkömmlich vernäht, so müssen die Einstichlöcher abgedichtet werden. Dies wird durch das nachträgliche „Tapen“ der Nähte erzielt. Die Beschaffenheit des Nähfadens spielt dabei eine sehr bedeutende Rolle. Je weniger Feuchtigkeit dieser aufnehmen kann, desto besser. Ebenso wichtig sind eine hohe Festigkeit und Lichtechtheit, so dass die Fäden unter ständiger Sonneneinstrahlung weder spröde noch brüchig werden oder ausbleichen. Auch wasser- und winddichte Eigenschaften sowie spezielle Anforderungen an die Oberflächenbeschaffenheit und Lichtechtheit der Nähfäden sind gefordert. Gleichermaßen spielt nicht zuletzt die Fadenstärke in Bezug auf das Design der Nähte eine große Rolle.
 

Um den besonderen Anforderungen der Nähte an Cabrioverdecken gerecht zu werden, bietet A&E Gütermann eine Reihe an spezifischen Produktlösungen, welche standardmäßig die zentralen Anforderungen der Automotive-Branche hinsichtlich Lichtechtheit und Oberflächenbeschaffenheit erfüllen. Die Herstellung unserer Automotive-Nähfäden und die Qualität der von uns verwendeten Materialien entsprechen dabei den strengen europäischen Verordnungen.

Unsere Produktion ist sowohl nach DIN EN ISO 9001:2015 und nach IATF 16949:2016 zertifiziert. Somit sind unsere Nähfäden perfekt für den Einsatz im Automotive-Bereich geeignet.

Unsere Produktlösungen für Cabrioverdecke:
•   Calora 20
•   Calora 40 
•   Solbond 20
•   Solbond 30

Sie haben eine Spezialanforderung oder wünschen eine individuelle nähtechnische Beratung? Dann kommen Sie gerne auf uns zu. Gemeinsam mit Ihnen finden wir die passende Lösung: contact@guetermann.com